Der Ernst des Lebens beginnt.

Als ich am Sonntagmorgen aufwache, ist eigentlich alles wie immer. Ich krabble aus meiner Kudde zu Karin ins Bettchen und es wird ausgiebig gekuschelt. Das weckt unsere müden Lebensgeister – sagt sie – bei mir weckt es besonders die Geister, die aus leckerem Futter einen Haufen Sch.... machen. Und damit ich den in den Garten setzen kann, müssen wir leider raus aus den Federn. Danach sind auch die letzten Geister wach, besonders die in meiner Nase...

Das anschließende Frühstück putzen Joshi und ich immer ratzfatz weg, aber Karin und Otto kauen wieder mal ewig auf ihrem Futter rum. Wir warten in der Zeit unter dem Tisch. Als Belohnung gibt´s dann immer unsere absolute Lieblingsspeise: Käse! Ich muss unbedingt bald rauskriegen, wie man den großen weißen Kasten öffnet, wo der drin wächst.

Warten auf Nachtisch
Warten auf Nachtisch

Bestens gestärkt spielen wir dann erst mal ´ne Runde Kromimixer. WIe diese Riesengaudi funktioniert, zeigen wir euch später mal in einem Video. Danach geht´s wieder nach Draußen. Joshi rast mit Otto am Fahrrad davon, ich kann in Ruhe mit Karin an der Leine spazieren gehen und ausgiebig schnüffeln, was so los war. Das ist absolut megaspannend, sag ich euch, und die Menschen tun mir echt leid, weil sie ihre Nasen so weit oben tragen müssen...

Danach mache ich mein wohlverdientes Vormittagsschläfchen. Heute mal wieder in der Autobox und ich denke: Super, wir machen wieder einen tollen Ausflug und träum schon mal von einer wunderschönen, saftigen Wiese...

Doch dann kommt alles gaaanz anders: Ich werde von Hundegebell geweckt, wie ich es noch nie gehört habe und ihr könnt mir glauben: Joshi kann wirklich laut bellen! Und dann sehe ich sie auch schon: kleine und große, pelzige und kurzhaarige Wesen, mit und ohne Muster. Sind das etwa auch alles Hunde? Alle haben sich mit ihren Menschen in einem großen Kreis versammelt und reden wild durcheinander. Mein Herz schlägt wie verrückt. Dann stellt sich ein Mensch ohne Hund in die Mitte. Muss wohl wichtig sein, was der sagt, denn auf einmal sind alle ruhig. Manno, was wird das hier und wieso dürfen wir uns nicht beschnüffeln? Wie soll man denn da jemanden kennen lernen?

Dann geht es los. Super, endlich spielen! Aber nein, alle marschieren nacheinander durch so einen verrückten Park mit Tunnel, Treppen und ganz viel Krimskrams. Ein Riesengewusel. Da bleibe ich lieber mit Karin beim Bällebad, das kenn ich nämlich schon von zuhause.

Dann endlich dürfen wir in einem kleinen Auslauf miteinander spielen: Die Kleinen mit den Kleinen, die Großen kommen in ein anderes Gehege. Schade, denn von denen hat einer vorhin schon in der großen Runde mit mir geflirtet. Egal, die anderen sind bestimmt auch nett! Manche toben sofort los, ich guck lieber erst mal aus sicherer Entfernung zu.

Na, bist du auch neu hier?
Na, bist du auch neu hier?

Nach einer kleinen Weile trau ich mich auch und flitze los, aber keiner beachtet mich und will mit mir spielen. Wenigstens sind die anderen so mit sich beschäftigt, dass ich in Ruhe an ihnen schnüffeln kann:

Na gut, wenn mich hier keiner beachtet, muss ich andere Geschütze auffahren:

Endlich interessiert sich jemand für mich und wir machen ein kleines Beschnüffelungstänzchen:

Leider bleibt es dabei, weil auch der nicht mit mir spielen will und so muss ich mich weiter mit Beschnüffeln zufrieden geben, während die anderen toben: 

Später setzen sich alle in einer kleinen Diele ganz eng zusammen. Während unsere Menschen schwatzen, müssen wir Huntis auf dem Boden liegen und uns mucksmäuschenstill verhalten. Viele wollen lieber schäkern und versuchen immer wieder an mich ranzurobben, aber ich denk´ mir, wenn hier eh nichts läuft, kann ich auch pennen, bin sowieso ganz schön platt.

 

Ich hab´ noch gar nicht fertig geschlummert, da geht es auch schon wieder raus und weiter mit Sitz- und Platzübungen. Ist zwar voll langweilig, aber was tut man nicht alles für ein Leckerli? Nach dem lästigen Gehorsamkeitsfirlefans stürzen sich wieder alle ins Spielvergnügen. Ich geb´mir alle Mühe, aber die anderen wollen mich einfach nicht mitspielen lassen. Das wird mir bald zu langweilig und so beenden wir meinen ersten Schultag und fahren zum Hasbruch. Da kann ich mich endlich austoben, denn ich hab´ja Joshi!

Los Alter, lass uns toben!
Los Alter, lass uns toben!