Joshi ist sauer.

15. Juni 2013

Wie immer auf dem Weg nach Dorsten suchen wir uns ein schönes Zwischenziel, um mit Joshi einen ausgiebigen Spaziergang zu machen. Heute ist es der Natur- und Geopark Terra-vita bei Osnabrück. Und wie immer können wir es nicht wirklich genießen, weil unser eigentliches Ziel ein anderes ist. Heute ist es besonders schlimm, denn heute dürfen wir Cognac nach Hause holen. Endlich! Das Warten hat ein Ende. Dabei durften wir die kleinen Kieselchen jedes Wochenende besuchen. Birgit und Paul, wir sind euch so dankbar, dass wir die Entwicklung eurer süßen Pebbles (engl. Kiesel) life erleben durften! Am liebsten hätte ich mich die acht Wochen bei euch einquartiert...

In Dorsten angekommen werden wir wieder stürmisch von den drei "As" (Mama Andra, Aysha und Anouk) begrüßt. Danach die eingespielte Zeremonie: Die Huntis verspeisen die selbstgetrockneten Lungen und wir den selbstgebackenen Kuchen. Doch ab dann läuft nichts mehr wie gehabt. Kein stundenlanges Kuscheln und Spielen mit den Lütten! Jetzt wird es ernst. Wir regeln das Vertragliche. Abschiedsbildchen werden gemacht und dann nicht mehr lange gefackelt. Ab ins Auto und los. Trotzdem können die Frauen die Tränen nicht zurückhalten...

Noch ein letztes Bild und dann los...
Noch ein letztes Bild und dann los...

Fortsetzung

Joshi setzt sich neben Otto auf den Beifahrersitz, ich mit dem Kleinen nach hinten. Ich lege ihn in das neue Körbchen, Otto startet den Motor, wir fahren los und dann ... Nichts! Jedenfalls nicht das, was wir aufgrund der Heimreise-Erfahrung mit Joshi erwartet hätten. Kein Wolfsjunge-Geheul, kein hektisches lass-mich-los-ich-will-hier-raus-Winden. Cognac schnüffelt ein bisschen hier, guckt ein bisschen da, sucht sich einen bequemes Plätzchen - außerhalb des Körbchens - und lässt sich von mir streicheln. Kaum dass wir an Münster vorbei sind, ist der Lütte auch schon eingeschlafen.

entspannte Heimreise
entspannte Heimreise

Wow! Volltreffer! Ich atme entspannt aus und kümmere mich wieder um Joshi. Der würdigt mich keines Blickes, schaut stur nach vorne und legt seinen Kopf auf Ottos Arm. Meinen Streichelversuchen weicht er konsequent aus und verschmäht sogar seine Lieblings-Leckerlies.

Ich bin sauer!
Ich bin sauer!

Na, das kann ja lustig werden! Sollten die Leute etwa Recht bekommen, die mutmaßten, ich würde einen neuen Hund bekommen, aber meinen alten verlieren? Eins steht jedenfalls fest: Joshi ist stinkesauer und lässt es mich spüren.

Zum Glück kommt mir eine Idee, wie ich meinen Großen wieder aufmuntern kann. Statt nach Hause fahren wir zu seinem Kumpel. Lucky, ein 7jähriger kastrierter Rüde mit unbekannter Herkunft aber höchstwahrscheinlich ein Rauhaarkromi, ist sofort Feuer und Flamme für Cognac. Und der merkt seinerseits, dass er hier einen Freund vor sich hat. Die drei spielen ausgiebig. Beim Herumtollen mit Lucky lässt auch Joshi Cognac´s Kontaktaufnahme zu. Alle sind sich sicher, Lucky hat als Vermittler zwischen den neuen Brüdern einen guten Job gemacht. 

Glück hoch drei
Glück hoch drei
Alles wird gut!
Alles wird gut!