Boxen sind was für Babys

In meiner zweiten Woche in meinem neuen Zuhause hab´ ich mir gedacht, wenn Joshi nicht in einer Box liegt, will ich das auch nicht mehr. Was das Schlafen angeht, bin ich ja sowieso total anspruchslos. Das hab´ ich ja schon auf der Heimfahrt deutlich gemacht und mich extra nicht in das neue Flauschkörbchen gelegt. Bin doch kein Baby! Ich brauche es nicht weich und kuschelig, ich leg´ mich einfach da zum Pennen ab, wo ich grad bin.

Meine Leute finden das glaub´ich ziemlich lustig, weil sie dann immer ganz aufgeregt suchen, wo ich denn wieder rumliege. Bei meiner Ruheplatzauswahl achte ich nämlich schon drauf, dass keiner auf mich drauflatschen kann.

Ich hab´ auch schon eine Lieblingsecke. Hundeversteher würden sagen, ich liege da, weil ich von da genau mitkriege, wo Karin sich gerade rumtreibt. Die Ecke ist nämlich genau zwischen Küche und Wohnzimmer und da kommt sie ziemlich oft vorbei, wenn sie mal wieder einen auf Haushalt macht. Aber wenn ich weiter so wachse, muss ich mir ein anderes Plätzchen suchen, sonst latscht mir doch noch jemand auf die Pfoten. 

Natürlich lande ich –zwangsläufig- auch mal auf kuscheligen Plätzen. Aber das sind meistens Notfälle, z.B. wenn Karin Futter für uns macht. Erst sitze ich ganz nah bei ihr und warte, dass ihr aus Versehen, was Essbares runterfällt. Wenn es mir aber zu lange dauert, krabble ich ins „Füße-Körbchen“. Da kriegen Joshi und ich die Pfoten geputzt, wenn wir wieder mal richtig schön verdreckt vom Buddeln aus dem Garten kommen. 

Weil ich nicht mehr in der Box bleiben will, haben meine Leute mir genau das gleiche Hundekissen gekauft wie Joshi schon eins hat. Sie haben mal gehört, dass es für Hunde gut ist, wenn sie einen festen Platz haben, an dem sie entspannen können. Jetzt wechseln wir uns ab, jeder darf auf jeder Decke liegen und oft entspannen wir auch beide zusammen auf einer.

Na ja, und wenn ich vom Spielen ganz geschafft bin und Joshi mich nicht haben will, leg ich mich auch gerne zu unseren Kumpels.

Nachts schlafen wir Huntis in unseren Kudden. Die sind ich-streck-mich-voll-aus-groß und stehen bei Karin am Bett. Wenn sie das Licht ausmacht, schleich´ ich mich heimlich zu Joshi in seine und kuschle mich ein paar Minuten an ihn. Mittlerweile mault er auch gar nicht mehr, aber mir wird´s immer schnell zu warm und dann krabble ich wieder in mein eigenes Bettchen. Aber nur bis zum frühen Morgen, denn dann...